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Prof. Dr. med. Dr. h.c. Vera Regitz-Zagrosek

Die Kardiologin ist Gründungsdirektorin des „Berlin Institute for Gender­ in Medicine“ (GiM) an der Charité Berlin. Sie erforscht genetische, hormonelle und soziokulturelle Grundlagen von Geschlechterunterschieden bei Herzerkrankungen und ihre Bedeutung für die Therapie. 

Sie leitete zahlreiche nationale und internationale Forschungsprojekte zu geschlechtsspezifischen Mechanismen von Herzerkrankungen, und war langjährige Sprecherin des Standortes Berlin im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung. Sie koordinierte 2012 und 2018 die Leitlinien zu Herz-Kreislauferkrankungen in der Schwangerschaft und das Review der Leitlinie für Prävention der European Society of Cardiology. Sie war 2023 wesentlich an der erfolgreichen Antragstellung für das „Nationales Forschungsprogramm Gendermedizin“ in der Schweiz, NFP 83, beteiligt.

Sie hat mehr als 250 wissenschaftliche Artikel, über 30 Buchkapite,l europäische Standardwerke zur Gender-Medizin und zur geschlechtsspezifischen Arzneimitteltherapie und das erste Fachbuch für Ärztinnen und Ärzte für Gendermedizin in der klinischen Praxis und Therapie in der Innere Medizin und Neurologie (Springer, 2023) publiziert. 

Sie ist die Gründungspräsidentin der Deutschen und der Internationalen Gesellschaft für Geschlechts­spezifische Medizin, Ehrendoktorin der Medizinischen Universität Innsbruck und der Universität Zürich (2022), war Gastprofessorin der Universitäten Utrecht und Zürich (2019). Seit 2019 ist sie Seniorprofessorin an der Charité Berlin und Beraterin an der Universität Zürich. Sie ist Mitglied der Women 20 Initiative, einer Beratergruppe des G20 Gipfels.

Im November 2018 erhielt sie für Ihre Leistungen in der Gendermedizin das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, 2021 den Georg- Klemperer-Preis der Landesärztekammer Berlin, 2021 den Elisabeth Selbert Preis der Landesregierung Hessen und 2025 die Paracelsus Medaille, die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft.